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Düngen

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Düngen – so lebenswichtig wie essen

Flüssigdünger – Langzeitdünger

Flüssigdünger sind mehr oder weniger hochkonzentrierte Nährsalzlösungen. Die verabreichten Nährstoffe sind für die Pflanzen sofort verfügbar. Verschiedene Nährsalze, wie beispielsweise Ammoniumnitrat, Kaliumnitrat und Ammoniumdihydrogenphosphat werden in Wasser gelöst. Vorteil für den Anwender ist die einfache Dosierung. Er muss lediglich nach Gebrauchsanweisung eine bestimmte Menge abmessen und mit der angegebenen Wassermenge verdünnen. Man benötigt dazu lediglich einen Messbecher. In der Regel wird die Verschlusskappe der Flaschen als Messbecher verwendet. Achtung: Die Dosierung verschiedener Flüssigdünger kann sehr unterschiedlich sein. Hier empfiehlt es sich stets die jeweilige Gebrauchsanweisung genau zu beachten.
Langzeitdünger enthalten zumindest einen Teil der Nährstoffe in einer Form, die nicht sofort für die Pflanze verfügbar sind. Diese müssen vielmehr erst mobilisiert, das heißt in die für Pflanzen aufnehmbare Form überführt werden. Dies geschieht beispielsweise bei Lewatit dadurch, dass ein Austausch mit den Salzen des Gießwassers stattfindet.

Was unterscheidet einen Hydrokulturdünger von anderen Düngern?

Hydrokulturdünger sollen den besonderen Bedingungen der Hydrokultur gerecht werden. Diese ergeben sich aus der fehlenden Pufferung des Hydrokultursystems und aus der Tatsache, dass es sich um ein geschlossenes System handelt. Wichtige Konsequenzen sind deshalb: Hydrodünger sollten keine Ballast-Salze enthalten (Natrium, Chlorid etc.).
Der Ammonium-N-Anteil sollte nicht mehr als etwa 50 % des gesamten N-Angebotes ausmachen, damit es nicht zur Versauerung der Nährlösung kommt. Ausnahme: sehr harte Gießwässer. Der Phosphatgehalt sollte deutlich niedriger sein im Vergleich zu Düngemitteln für die Erdkultur. Der Kupfergehalt kann niedriger sein, da Kupfer kaum festgelegt wird. Außerdem enthalten Hydrodünger häufig besonders hochwertige Eisenchelate, die teilweise den höheren Preis solcher Düngemittel rechtfertigen.

Langzeitdünger – Gibt es auch für Langzeitdünger eine Bewertung?

Für Hydrokulturen kommen als Langzeitdünger nur sogenannte Ionenaustauscherdünger in Betracht. Über viele Jahrzehnte war der Ionenaustauscherdünger “Lewatit HD5” der einzige Ionenaustauscherdünger auf dem Markt. Er wurde in den 70er Jahren von der Firma Bayer AG entwickelt und unter verschiedenen Handelsnamen vermarktet. Später wurde von der gleichen Firma das “Lewatit HD5 plus” für salzarme Gießwässer (weiches Wasser) entwickelt.
Inzwischen wird nur noch das bekannte Lewatit HD50 hergestellt. Dieses soll optimiert sein für jeden Härtegrad des Wassers. Jedoch wird vom Hersteller immer noch empfohlen bei weichem Wasser Kalk bei zu mischen um die Versorgung mit dem wichtigem Kalzium sicherzustellen. Wir haben für diesen Zweck unser “Lewatit für weiches Wasser” im Angebot.

Qualität – Kann man jeden angebotenen Flüssigdünger verwenden?

Das Angebot an Flüssigdünger ist inzwischen fast unübersehbar geworden. Neben Flüssigdünger für den Profi in größeren Gebinden, werden für den Hobbybereich Produkte in kleineren Flaschen angeboten. Meist handelt es sich um sogenannte Universaldünger. Allerdings bieten einige Hersteller auch spezielle Düngemittel für die Hydrokultur an.
Viele, meist billige Flüssigdünger, enthalten keine Spurenelemente. Andere enthalten zuviel Natrium und Chlorid. Zusammensetzung und Anwendungsempfehlung sind sehr unterschiedlich. Vorsicht deshalb besonders bei billigen Produkten, denn Spurenelemente sind vergleichsweise teuer.

Wasseranstau – Was verstehen Sie unter Wasseranstau bei der Düngung?

Bei der Kultur von Pflanzen in Blähton ist es notwendig, das Gefäß mit einem Wasser- oder besser Nährlösungsvorrat zu versehen, da der Blähton selbst im Gegensatz zu Seramis keine nennenswerten Mengen speichern kann. Dieser Wasservorrat befindet sich im unteren Substratbereich und wird als Wasseranstau bezeichnet. Er beträgt bei einer Gefäßhöhe von 19 cm maximal 4–6 cm.

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